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Wenn es Abend wird in Paris …

10. April 2014

Abendrot

die Sehnsucht 
der Füchse
Abendrot
über 
den Städten

—Mario Wirz

Ich sitze, mache dies und das, mal wieder so eingenommen, abgelenkt, zerstreut. Ich sehe kurz auf. Da ist wieder das Abendwerden am Himmel. Mach die Augen auf, nimm die Fuchsröte, die sich da draußen auf die Dächer legt, mit allen Sinnen wahr!

Schließlich stehe ich auf, um doch noch die Kamera in die Hand zu nehmen…

Das Licht ist weich und fließend. Ich kann durch die klare Luft bis zum Sacré Coeur schauen (so weit geht die Sicht im Winter meist nicht …). Es steht dort bleich wie ein Märchenschloss.

Das Panthéon, zurzeit in Renovation, steht da wie eine beleibte Majestät im Morgenmantel.

Im Vorhang verfangen sich die fliegenden Gedanken.

Ich zoome die Fassaden, die Fenster, die Menschen hinter ihnen, ihre Geschichten heran. Fenster zu Dachkammern, Büros und großzügigen Wohnungen der Bourgeoisie… durch manche sieht man jeden Abend helles Licht, andere sind immer dunkel.

Zurzeit gibt es oft solche rötlichen Abendstunden in Paris. Man kann sich daran nicht sattsehen. Wenn ich an manchen Tagen gegen 20h aus der Metro auftauche und durch die Straßen nach Hause gehe, ist es zwar noch ganz hell, aber das Licht wird schon so weich, wie im Sommer, wie im Süden. Dann müsste man sich an einer kleinen Kreuzung in ein Café setzen, den Kopf in die Hand legen und beobachten, wie allmählich Ruhe in die Geschäfte und den Gang der Menschen kommt…

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  1. So schön. Es macht friedlich im Herzen. Und so sanft schleicht sich immer die Abendröte in die Bilder. Wunderbare Beobachtungen. Danke für den Gute-Nacht-Post (: Liebst, Lisa.

  2. wie wunderschön.
    wort und bild.
    und mir fehlen sie. dir worte.
    sprachlos bin ich im anblick solcher bilder.
    da wird mir warm ums herz und ich möchte versinken.
    in ihnen. und den wörtern darum.

    liebgruss
    eni

  3. Tolle Bilder und tolle Worte. Ich liebe solche Momente. Und leider geht es mir auch manchmal so, dass ich so in Gedanken bin und erst später mitbekomme, wie die Zeit eigentlich verflogen ist.
    Liebe Grüße aus Berlin 🙂

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