Reisen

EIN TAG NORMANDIE UND ZURÜCK

23. April 2014

[Erinnerung vom April 2014]

Ausflüge. Ich liebe es, auszufliegen. Unterwegs zu sein. Beweglich zu sein. Gerade in letzter Zeit wurde mir die Großstadt ein wenig anstrengend und die Luft zu dick.

So haben F. und ich beschlossen, das Osterwochenende zu verlängern und einen Urlaubstag an der Nordküste Frankreichs zu verbringen. Ein Auto ist in Paris schnell gemietet. Wenn man dann die 2 Stunden Fahrt in Kauf nimmt, kann man ohne große Planung eine ganz andere Region entdecken, endlich frische, salzige Luft atmen und weite Landschaften und Strände mit wenigen Menschen genießen. Das Ziel vieler Großstädter ist Deauville in der Normandie, ein ziemlich eleganter und mondäner Ort. Das Zentrum ist hübsch und lebendig, der vielen teuren Boutiquen waren wir aber schnell müde. Interessanter ist es, die Passanten (Pariser, Belgier, Briten…) zu beobachten und einen Blick auf den Wochenmarkt mit seinen Regionalprodukten zu werfen.
Nach dem Mittagessen auf einer Terrasse zog es uns an den Strand, der quasi menschleer war (wie schön!). Das rauhe, feuchte Wetter tat richtig gut. Wind im Gesicht zu spüren und Wellenrauschen in den Ohren zu haben …

Am Ende des Nachmittags fuhren wir über kurvige, nasse Landstraßen noch durch ein paar andere Küstenorte. Wir streiften Bauernhöfe und Weiden, fuhren an saftig grünen Hügeln vorbei. Ich hatte richtig Lust, zu bleiben und mehr zu entdecken. Mein Herz schlägt wohl doch sehr für das Ländlich-Charmante, das Unspektakulär-Versteckte, das Meer … so habe ich F. versprechen lassen, dass wir wiederkommen. Und dass wir neugierig bleiben auf die wunderbar vielfältige, französische “Province”, wie man hier alles zu nennen pflegt, was nicht Paris ist.

Schön war es!

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  1. Da bekommt man direkt Fernweh nach salziger Luft und eisiger Meeresbrise. Ich finde ja, dass das sogenannte l'arrière-pays Frankreichs Charme ausmacht. Obwohl ich da nur vom Hinterland der Côte d'Azur sprechen kann.

    Liebe Grüße – und viel Spaß schon mal für den nächsten Ausflug in die Normandie,
    Casey

  2. Die Muscheln in Deiner Hand, Ihr so einsam am Strand…
    Ich spüre Fernweh, nach einem Meer, dass ich so noch nicht gesehen habe.

    Viele Grüße B.

  3. Diese Erinnerungen von Dir gepaart mit den Erzählungen von meinem Französischen Kollegen, er ist groß geworden in der Normandie. Erzählt von Jakobsmuschelsuppe und einem Feiertag jetzt bald im Mai. Ich glaub, ich möchte gerne auch mal eine Jakobsmuschelsuppe essen. Die kleinen Ausflüge sind oft die schönsten.

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