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MAI-REGEN

21. Mai 2014

Regen prasselt in langen Fäden auf das Pariser Dächermeer hinunter. Ich bin gerade noch rechtzeitig nach Hause gekommen, bevor der Guss beginnt. In den letzten Tagen hat es das oft gegeben, diese Schauer und ein paar Donnertöne gegen Nachmittag. Ich schiebe mir unseren Allround-Tisch (der tagsüber als mein Arbeits-und Vergnügungsplatz und abends als Esstisch fungiert) bis ans Fenster zum Licht. Das Tippen der Tastatur und das Rasseln des Regens vermischen sich.

Früher Nachmittag geht zu spätem Nachmittag über, Teetassen werden ausgetauscht, Dinge aufgeräumt, Radio an- und wieder ausgemacht. Es regnet und das gibt mir diese herrliche Rechtfertigung, drinnen zu sein, eigenzubrödeln, auch wenn draußen in der Großstadt tausend Dinge ohne mich geschehen. Das kann warten. Ich sammel meine Spiegelbilder später in den Pfützen wieder auf …

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