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    Wenn es Abend wird in Paris …

    Abendrot die Sehnsucht  der Füchse Abendrot über  den Städten —Mario Wirz Ich sitze, mache dies und das, mal wieder so eingenommen, abgelenkt, zerstreut. Ich sehe kurz auf. Da ist wieder das Abendwerden am Himmel. Mach die Augen auf, nimm die Fuchsröte, die sich da draußen auf die Dächer legt, mit allen Sinnen wahr! Schließlich stehe ich auf, um doch noch die Kamera in die Hand zu nehmen… Das Licht ist weich und fließend. Ich kann durch die klare Luft bis zum Sacré Coeur schauen (so weit geht die Sicht im Winter meist nicht …). Es steht dort bleich wie ein Märchenschloss. Das Panthéon, zurzeit in Renovation, steht da wie eine…

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    Bunte Pasta mit Bohnen & Feta

    Ich habe es gern farbig auf dem Teller: Rote Cherrytomaten, hellgelber Käse, grüne Petersilie — eine Augeweide. Das geht auch bei Pasta, meinem geliebten Allround-Gericht… Um nicht immer nur Tomatensauce anzurühren, koche ich auch mal ein paar platte Bohnen vom Markt, schneide sie in Stücke und mische sie in einer Pfanne mit Nudeln, Feta und ein wenig Crème Fraîche. Würzen nach Belieben. Bei uns kommt überall auch noch gehackter Knoblauch hinein… Ich mag solche zusammengewürfelten, variierbaren Rezepte. Und es mundet…! Was sind denn eure Pasta-Spielereien?    

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    Freitagsfund: Vivez la langue!

    Es ist Freitag. Über Nacht ist Regen gefallen und Paris hat sich um ein paar Grade abgekühlt. Aber die Aussicht auf die nächsten Wochen ist hell und frühlingshaft.  Hier ein kleiner Video-Fund, den ich auf dem Blog dieser begabten jungen Dame entdeckt habe (gibt es auch für andere Städte und Sprachen). Ein paar wichtige Wörter könnte man hinzufügen…promenade, quartier, amitié, s’amuser, s’aimer… Bon week-end à tous!

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    An einem Regentag in Île Saint Denis

    Île Saint Denis, ein scheinbar wenig verlockender Ort nördlich von Paris. Die Metrolinie 13 führt bis hierher, aus den schönen Vierteln hinaus in eines der unbeliebten Vorzimmer der Stadt. Wir kommen für ein paar Besorgungen. Auch hier fließt die Seine. Derselbe Fluss, so andere Ufer. Hier zu fotografieren ist mal nicht touristisch. Trist ist es aber auch nicht. Das Treiben auf den Straßen wirkt so herrlich gleichgültig und eigenwillig gegenüber dem Pariser Glanz und Glamour. In den zerrissenen Pfützen spiegeln sich die aufsprießenden Baumkronen, wie Grafiken auf den Gehwegen. Asphalt blütenweiß gepunktet. Und auch hier gibt es Poesie…

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    Kleine Dinge für die Sinne 2

    Nach einem beladenen Wochenende, Unterwegssein und dem Endspurt meiner Hausarbeit komme ich wieder dazu, Gedanken und Bilder im Kopf zu ordnen. Wichtiges ist abgehakt und schon schleichen sich die nächsten Punkte auf der To-do-Liste in den Sinn. Ich muss mich daran erinnern, wenigstens kurz das schöne Gefühl der Erleichterung nach dem Geschafften zu genießen. So schiebe ich für heute die nächsten Aufgaben ein wenig von mir und suche in der Erinnerung die kleinen Dinge für die Sinne, die mich letzte Woche durch den Alltag brachten…. Sonntagskaffee vor dem Verfassen des Schlusswortes meiner Hausarbeit – geschafft! || Teelicht angezündet – den Morgen feiern || Ideen und Pläne notiert. Weißwein & Sonne…

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    Ende März – die Gedanken kreisen lassen

    Abends nicht nur und nicht nur  im März sag ich dir sagst du mir die glückseligen Vier Silben. Im Kirsch lorbeer twittern die Amseln. – Ulla Hahn “Nicht nur” März, März, schöner dritter Monat, warm und kalt, zwischen Winter und Sommer und schon wieder fast vorbei… So oft vom Balkon geschaut und Wolken und Licht dokumentiert. Alles festhalten wollen, was gleich wieder zu Nichts zerbröselt. Von Gold zu Hellblau zu Rosa. Dich beim Schlafen beobachten. Immer schon so gern. Immer schon mit einer Mischung aus Bewunderung für deine Ruhe und Beruhigung, dass du da bist und nicht fortgehst.  Und schreiben. Manchmal abends, um den Tag mit Worten zu beschichten, dass…

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    Quiche à la Saint-Jean – Erinnerung an einen Sommer

    Zugegeben, eine begabte Köchin bin ich nicht. Auch die Palette an Rezepten, die ich über meine Studienzeit hinweg gelernt und gekocht habe, ist nicht besonders breit gefächert. Aber immerhin kann ich behaupten, eines stets auswendig und sehr lecker zubereiten zu können: Quiche in allen Variationen. Was man braucht: einen Mürbeteig und eine Grundmasse an Crème fraîche, Käse und Eiern, die nach Belieben mit weiteren Leckereien angereichert werden kann.  Meine Lieblingsquiche habe ich damals in Saint-Jean-de-Luz bei meiner Au-Pair-Mutter gelernt. Es war Sommer, der Atlantik blau, die Abende lang und oft stand bei Salat und Wein dieser deftig-duftende Kuchen auf dem Tisch zum Diner… Seitdem habe ich das Rezept immer wieder…

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    Mon coeur vagabond… Nochmal unterwegs.

    Samstag Mittag, Paris. Ich dränge mich durch die hoffnungslos überfüllte Metro Richtung Ausstieg, rufe “Pardon!”, dann “Ich muss hier aussteigen!”, schiebe meinen Koffer mit einem Ruck durch die Menschen, während das Signal ertönt, dass die Tür gleich wieder zugeht. Lasst mich raus! Ich hechte im letzten Moment aus dem Wagon. Kurzer Moment des Ausatmens nach der Enge zwischen all den Fremden. Jetzt aber schnellstens zum Zug! Die Rolltreppen sind blockiert von Koffern und im Weg stehenden Menschen. Also die Treppen hoch. Ich schwitze in meinem Mantel, würge mich und den Koffer durch eigentlich automatisch aufgehende Türen. Komme außer Atem am Bahngleis 12 an. Nach dem Adrenalin das Glücksgefühl, es noch…

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    Semesterferien und neuer Elan

    D         Als das Semester Anfang Februar zu Ende war – und es war bis zuletzt gefüllt mit Referaten, Klausuren und Blockseminaren – hat es mich abrupt in verlangsamten Gang versetzt. Hatte ich mich die Wochenvorher konstant auf einem positiv-motivierten Rhythmus gehalten, wurde ich mit einmal merkwürdig schlaff. Ich wollte erstmal “nichts tun” (wenn dann nur schöne Bücher lesen, in eine Ausstellung gehen, Kaffee trinken). Aber das fühlte sich plötzlich auch nicht erfüllend an. Da war einfach ZU viel Zeit. Ich war von dem Gefühl am Morgen  “Dasist DEIN Tag, mach was draus, und zwar viel!” ziemlich überfordert. Zum Beispiel dieses “möglichst viele schöne Bücher lesen” kann…

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    Ein guter Tag, um zu beginnen

    Über Paris liegt kalte, hellgraue Februarluft. Die Parks sind blätterlos, die Terrassen werden geheizt. Manche Boutiquen im Viertel sind geschlossen, es sind Winterferien. Ehe es wieder zu schnell gegen Abend geht und meine Gedanken anfangen zu flattern, beginne ich diesen Blog. Ich möchte schreiben. Weil ich einen Kanal suche, meinen Gedanken und Ideen Konturen zu geben. Weil ich dann und wann in Gedankeneinsamkeit verfalle, im stillen Kämmerlein denke, schreibe, überlege und irgendwann merke, dass sich manche Ideen ungeteilt nicht weiterentwickeln. Weil Schreiben mein Sprachrohr und Fernrohr ist. Weil ich meinen persönlichen und künstlerischen Weg dokumentieren möchte. Weil ich in einer mit Rausch, Poesie und Abgasen aufgeladenen Stadt lebe, die ich…