• Mein Paris

    Mein Mittwoch. Mit Kind durch die Metropole

    Du suchst einen Nebenjob in Paris? Für den Mittwoch wirst du in Paris immer etwas finden. An diesem Wochentag endet die Schule nämlich mittags und all die berufstätigen Mütter und Väter suchen nach kinderlieben Studenten, die ihre Kleinen bis zum Abend hüten. Ich stehe vor einer Grundschule nahe Place de Clichy und sehe Matthieu aus der Pforte stiefeln. Ich nehme den Ranzen und seine Hand und wir machen uns auf den Weg: Er hat gleich einen Fechtkurs und danach Geigenunterricht, wohin ich ihn per Bus, Metro und zu Fuß begleite. Im Bus träumt Matthieu vor sich hin und flüstert glasigen Blickes mit seiner Hand. Wir steigen im 8. Arrondissement aus…

  • Mein Paris

    Kopfauslüften an der Seine

    Blick von unserem Balkon Nach einem Wochenbeginn, den ich viel vor dem Bildschirm verbracht habe (was mir quadratische Augen und einen ausgereizten Geist einbrachte), muss ich nun dringend Luft schnappen. Schon morgens gute Stimmung nach einem Anruf, der mir Freude bereitete. Ich hechte mittags in die Straße, in die Menge. Mein Kopf lüftet sich. Ich durchquere wie so oft den Jardin de Luxembourg (einen schöneren Park gibt es nicht in Paris!) und laufe den Boulevard Saint Michel hinunter. Meine Augen jagen zwischen den vielen Gesichtern hin und her: Touristen, Studenten, Bettler, elegante Damen, Pärchen. Ich bleibe an den Bücherwühltischen vor den großen Buchhandlungen stehen und fische mir ein, zwei Titel…

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    Ein guter Tag, um zu beginnen

    Über Paris liegt kalte, hellgraue Februarluft. Die Parks sind blätterlos, die Terrassen werden geheizt. Manche Boutiquen im Viertel sind geschlossen, es sind Winterferien. Ehe es wieder zu schnell gegen Abend geht und meine Gedanken anfangen zu flattern, beginne ich diesen Blog. Ich möchte schreiben. Weil ich einen Kanal suche, meinen Gedanken und Ideen Konturen zu geben. Weil ich dann und wann in Gedankeneinsamkeit verfalle, im stillen Kämmerlein denke, schreibe, überlege und irgendwann merke, dass sich manche Ideen ungeteilt nicht weiterentwickeln. Weil Schreiben mein Sprachrohr und Fernrohr ist. Weil ich meinen persönlichen und künstlerischen Weg dokumentieren möchte. Weil ich in einer mit Rausch, Poesie und Abgasen aufgeladenen Stadt lebe, die ich…